Die Siri auf Ihrem iPhone könnte bald intelligenter werden

Von einer Anmeldung beim amerikanischen Patentamt geht hervor, dass Apple Siri noch schlauer machen möchte und diese bald mehr als einen Benutzer erkennen soll, der mit ihr kommuniziert.

Siri sollte dabei unterscheiden können, wer mit ihr spricht, wenn sich mehrere Personen gleichzeitig mit ihr unterhalten, und dabei durchaus menschlich reagieren. Denn Siri soll mit der Intelligenz ausgestattet werden, Antworten spezifisch auf die Person zuschneiden zu können, die ihr eine Frage stellt, und darüber hinaus auch die Vorlieben und Abneigungen der einzelnen Personen wissen.

Dafür erstellt Siri auf der Basis von sogenanntem “Voice Print”, es handelt sich dabei um einen individuellen Stimmabdruck, entsprechende Benutzerprofile. Je nachdem, wer mit Siri spricht, soll soll die Assistentin je nach entsprechendem Profil wissen, welche Aufgaben sie erledigen soll.

So würde beispielsweise der Auftrag, dass Siri die Nachrichten vorlesen soll, nur dann funktionieren, wenn jener Nutzer, der diesen Auftrag gibt, auch die entsprechende Berechtigung für die Nachrichten hat. Damit Siri die unterschiedlichen Profile und Stimmabdrücke speichern kann, soll es künftig eine Profil-Bibliothek für die digitale Assistentin geben. Hier werden Wörter, Sprache und Sprechstil abgespeichert. Das bedeutet, dass Siri in der Stimmerkennung umso besser funktioniert, je öfter sie benutzt wird.

Neben dem iPhone könnte sich diese Funktion besonders gut für das iPad eignen, wenn dies von mehreren Familienmitgliedern benutzt wird. Auch der HomePod ist ein mögliches Anwendungsgebiet.

Noch bleibt abzuwarten, ob Apple das neue Patent tatsächlich zur Anwendung bringt. Es zeigt sich auf jeden Fall, dass auch Apple immer mehr auf den Zug aufspringt, wie es Amazon schon längst getan hat, über die Tarnung von digitalen Sprachassistenten möglichst viele unterschiedliche Userdaten zu sammeln und diese später für ganz spezifische Zielgruppenwerbung verwenden zu können. Nicht umsonst werden die Daten als das Gold des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Denn große Konzerne verdienen Milliarden damit, Ihren Kunden eine zielgruppenspezifische Werbung mit möglichst wenigen Streuverlusten anzubieten.

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