Erst durch die Aussagen vom ehemaligen Apple-Manager Scott Forstall wurde bekannt, was hinter der Entwicklung für das erste iPhone stand.

Offensichtlich war es der Konkurrenzkampf mit Microsoft, der Steve Jobs antrieb, ein iPhone, besser gesagt: ein Tablet, zu bauen. Forstall berichtet, dass Steve Jobs jedes Mal sauer ins Unternehmen kam, nachdem er sich mit seinem Bekannten, einem Microsoft-Mitarbeiter, getroffen hatte. Denn dieser erzählte, dass Microsoft dran war, einen Tablet-PC zu entwickeln und damit ein komplett neues Segment erobern wollte.

Das erweckte in Jobs den Ehrgeiz, mit Apple ebenfalls an einem Tablet arbeiten zu wollen. Er initiierte ein internes Projektteam, das eifrig an der Entwicklung eines Apple-Tablets arbeitete. Jedoch wollte Jobs nicht, so wie es Microsoft geplant hatte, das Touchscreen-Display mit einem Stift bedienen lassen, sondern dafür ein eigenes Multitouch-Display kreieren lassen. Das alles geschah im Jahr 2004.

Doch als Jobs in einem Coffee-Shop Menschen beobachtete, wie sie ihre Mobiltelefone benutzten und dabei nicht glücklich schienen, kam ihm die Idee, das neue Multitouch-Projekt von der Größe her so zu reduzieren, dass die neuen Geräte in jede Hosentasche passen würden.

Bei Apple war intern nur ein kleines Team informiert, dass Apple an der Herstellung eines Smartphones arbeitete. Man gab dem neuen Projekt den Arbeitstitel Projekt Purple, um keine Hinweise auf ein neues Mobiltelefon zu lenken. Insgesamt war die Entwicklung des neuen Displays eine Herkules-Aufgabe, die mehrere Jahre dauern sollte, bis Steve Jobs am 9. Januar 2007 tatsächlich das erste iPhone bei der Macworld in San Francisco präsentierte und damit eine unglaubliche Begeisterung auslöste. Der Rest der iPhone-Erfolgsgeschichte ist jedem bekannt.

Ein interessantes Detail am Rande ist, dass Microsoft mit den damaligen Tablet-PCs nie wirklich erfolgreich war. Erst als Apple im Jahr 2010 mit dem iPad sein erstes Tablet vorstellte, wurden auch diese zu einem Massenmarkt. Erst einige Jahre später kann nun auch Microsoft von diesem Trend profitieren.